Promo Fails #2 – Familientragödien gehören nicht ins Geschäft

Wie wir alle mitbekommen haben, läuft das mit der #DivasRevolution bei WWE nicht.
Da sich das auf absehbare Zeit nicht zu ändern scheint, holt WWE jetzt den Holzhammer hervor und bringt in die durchschnittliche Fehde zwischen WWE Championesse Charlotte und Paige Familiengeschichten ein, die dort nicht hingehören.

Hier ist WWE aber wieder mal selbst schuld. Die Fehde zwischen Charlotte und Paige hätte nicht so dröge daherplätschern müssen. Aber Paiges verbockter und in Salamischeibchen-Geschwindigkeit zelebrierter Heelturn hat die Booker gezwungen, die nächste Eskalationsstufe zu zünden. Schließlich ging es um den anstehenden Titelkampf bei Survivor Series. In der Promo bei der Vertragsunterzeichnung (seit wann müssen jetzt auch die Damen dieses langweilige Segment durchexerzieren?) erwähnte Charlotte als Teil der Promo ihren Bruder Reid Fleir, der im Alter von nur 25 Jahren an Drogen- und Medikamentenmißbrauch starb. Eine als Heel agierende Paige entgegnete, „dass er (also Reid Flair) wohl nicht genug Kampfesgeist gehabt hätte …“.

Geschmackloser und unnötiger kann man Familientragödien nicht ausschlachten.

Der Fehde hat diese Entgleisung nichts gebracht. Wenn etwas nicht so läuft, wie man sich das bei WWE vorstellt, wird häufig nach einem Brandbeschleuniger gesucht. So wie bei der schnell beendeten Mini-Fehde zwischen Bray Wyatt und Roman Reigns, in der das neue Gesicht der Angst, sich Reigns Familie und dort vor allem der Tochter widmen wollte.

Mit Ric Flair, der Wrestlinglegende war dieser Angle offensichtlich nicht abgesprochen. Zwar braucht WWE nicht sein Einverständnis (zumal Charlotte der Ausgestaltung der Promo angeblich zugestimt hat), aber Flair ist nun auch nicht irgendwer im Wrestling und derzeit steht er sogar bei WWE unter Vertrag, was diese Geschäftsbeziehung von nun an nicht einfacher gestalten wird.

Egal wie über diesen Vorfall gestritten wird und welche Lager sich dabei bilden, für mich steht eins fest: die Geschichte des Pro-Wrestling hat eindeutig gezeigt, dass es dem Geschehen im Ring nicht viel bringt, wenn Dinge aus dem Privatbereich der Wrestler dort hineingetragen werden. Wenn, dann nur in geringen Dosen und unter Einbeziehung aller Beteiligter (was im Falle Reid Flairs definitiv nicht der Fall war). Schon allein aus Schutz des Wrestlers und der Angehörigen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.