4 Wrestler, von denen ich keine Chops abbekommen möchte

Chops im Pro-Wrestling sind Schläge mit der offenen Hand (also keine Fäuste) auf den Brustkorb (seltener Kopf) des Gegners. Einige Wrestler haben diese Aktionen zur Meisterschaft gebracht und waren berühmt-berüchtigt für ihre harten Schläge.

Hier meine Liste der Chop-Master, von denen ihr garantiert keinen einzigen Chop abbekommen wolltet:

Ron Garvin

„The Man With the Hands of Stone“
Das sagt eigentlich schon alles. Garvins von oben geschlagene Chops hinterließen Gegner mit blutigen Brustkörben, bei denen die obersten Hautschichten zum Teil wie Fetzen herunterhingen. Fragt mal Ric Flair.

Wahoo McDaniel

„Chief“ Wahoo McDaniel entstammte noch einer Generation von Wrestlern, die während der Football Saison ihr Geld in der NFL verdiente und wenn dort Spielpause herrschte, ein extra Gehalt im Pro Wrestling Geschäfte hinzuverdiente. Das funktioniert nur, wenn man eine entsprechende Einstellung bzw. einen absolut ernsthaften Arbeitsethos mitbringt. Und das war bei McDaniel absolut der Fall. Bei ihm gab es keinen Nonsens im Ring. Alles sah deshalb so echt aus, weil der gute alte Chief das Geschäft auch möglichst echt betrieb. Das hieß, der langte richtig zu, damit keiner auf die Idee kam, Wrestling sei ein Kindergeburtstag für extrovertierte Stuntmen. Vor allem in den 1980ern, als er älter und damit auch langsamer wurde, setzte Wahoo McDaniel auf hammerharte Chops, gern frontal auf den Kopf gesetzt.
Zum Beweis: wieder Ric Flair fragen.

Andre the Giant

Bei dem mächtigsten Athleten den das Geschäft in der Neuzeit sah, war es nicht so sehr die Technik, die die Chops von Andre the Giant so gefürchtet machten – bei einem Wrestler von ca. 250 Kilogramm Lebendgewicht und seiner Stärke war es einfach die schiere Wucht, mit der die Schläge auf den Gegner einprasselten. Dazu von diesen Händen … seht euch nur diese Hände an!Zumal er sie auch eher als Vorhand schlug und zwar gefühlt von 4 Metern Höhe direkt herunter auf die Brust des Gegners. Mit einem dieser Chops hätte man den Brustkorb des Gegners eindrücken können, davon bin ich überzeugt.
Zum Beweis: den Iron Sheik fragen

Big Show

Big Show führe ich in der Liste, weil er zu Beginn seiner Karriere auch als „Sohn“ von Andre the Giant auftrat bzw. als dessen Reinkarnation und dadurch einige Manierismen übernahm. Dazu zählen vor allem die als Vorhand auf die Brust geschlagenen Chops. Von den körperlichen Ausmaßen ähnlich riesig wie Andre dürften sich seine Chops von der Wirkung her nicht wesentlich von denen des großen Vorbildes unterscheiden. Big Show macht sich auch einen Spaß daraus, die Chops extra überzogen zu schlagen, damit es so richtig schön klatscht.

Man hätte sicher noch den ein oder anderen Wrestler zusätzlich aufführen können und viele Leute werden sich fragen, warum Ric Flair hier nicht auftaucht. Nun, Flair war (auch) bekannt für seine Chops, aber ich fand die nie wirklich hart geschlagen, so wie ich Flair generell im Ring nicht als stark oder bedrohlich fand. Die Chops immer als Rückhand geschlagen, wirkten mehr wie der Schlag mit dem Fehdehandschuh eines Aristorkaten des 18. Jahrhunderts – „Ich verlange Satisfaktion!“

Aber wenn ihr andere Chops-Master kennt und meint, die gehören hier unbedingt dazu: nun, die Kommentarfunktion gehört ganz euch.

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