Jobber

Der Begriff ist etwas zwiespältig. Jeder Wrestler war zumindest zu Beginn seiner Karriere als Jobber unterwegs. Die Aufgabe des Jobbers ist es, schlicht und einfach gegen seinen Kontrahenten zu verlieren. Ganz normal also, da Stars nicht vom Himmel fallen und jeder Kampf einen Sieger und so auch einen Verlierer braucht. Wenn man es im Verlauf seiner Karriere aber nicht schafft, auf die Siegerstraße zu gelangen – hängt man irgendwann in der Rolle des Jobbers fest und muss andauernd verlieren. In die Rolle des Jobbers gedrängt zu werden, geht schneller als man denkt. Der Weg aus dieser Sackgasse heraus, ist nur wenigen gelungen.

Nicht wenige Wrestlingexperten verneinen die Existenz des Jobbers an sich, da von vornherein festgelegt ist, wer gewinnt und verliert und das „Verlieren“ im Wrestling nicht mit „Unfähigkeit“ gleichzusetzen ist. Viele als Jobber bekannte Wrestler sind technisch hochbegabte Athleten (z.B. Heath Slater) und setzen ihr ganzes Können dafür ein, den Star gut aussehen zu lassen.
Allerdings – wenn man in der Geschichte des Wrestlings kramt, stößt man auf viele Wrestler, die augenscheinlich nie über die Rolle des Verlierers hinausgekommen sind. Von den meisten kennt man nicht mal den Namen (wer merkt sich schon Verlierer). Einige haben es als Jobber auch zu zwefelhafter Bekanntschaft gebracht. Mir fallen da die Mulkey Brothers, der Brooklyn Brawler, Wee Willie Wilkins, Barry Horwitz oder Iron Mike Sharp ein.