Wrestlemania 34 Rückbetrachtungen: 3 – WWE trollt Fans mit Lesnar/Reigns Ergebnis

Nicht wirklich das Match, das man sich versprochen hatte – aber vom Ergebnis her eine Wohltat. Zudem trollt WWE damit seine Fans ganz gehörig.

Ein Jeder hat damit gerechnet, dass mit Lesnars auslaufendem WWE Vertrag der Big Dog Roman Reigns der neue Posterboy der Promotion wird. Wo, wenn nicht auf der größten Bühne von allen?

Es brauchte auch tatsächlich 6 F5s der Bestie, bis der „große Hund“ blutüberströmt gepinnt werden konnte und die WWE Universal Championship bei Brock Lesnar verblieb.
(Was waren das für Zeiten, als ein Finisher noch ein Finisher war …)
Die Fans hatten da schon lange die Nase voll und quittierten das Geschehen im Ring mit „Boring, boring“ oder „this is aweful“ Rufen. Verständlich, denn für den Main Event war die Chemie dieser Paarung nicht stimmig genug. Lesnar ist nur ein Suplex Maschine und Reigns verfügt über zuwenig Ringpsychologie, um ein Match interessant zu gestalten. Dazu die Tatsache, dass nicht mal der Titel wechselte.

Jetzt sehen wir erstmal, wie der zurückgekehrte Samoa Joe in dieses ganze Storyline-Chaos reinpasst und ob Reigns beim nächsten PPV endlich zum König von WWE gekrönt wird.

Wrestlemania 34 Rückbetrachtungen: 2. Und schon wieder Jinder Mahal

Das mit dem indischen Markt ist für WWE und Vince McMahon sowas wie eine fixe Idee geworden. Der Heimatmarkt USA ist nur noch einer unter vielen. Wrestling oder „Sports Entertainment“ stagniert oder ist auf dem Rückzug. Nur die Wachstumsmärkte in Asien versprechen neue Einnahmequellen.

Was heisst das jetzt für den Fan von der Straße und seine Jinder-freie Zone?

Wir waren eigentlich zufrieden, als Tinder-Jinder Mahal seinen WWE Championship Title wieder abgeben musste. Ein bisschen Staub aufwirbeln, ein wenig Kopfschütteln und das war’s dann auch schon. Zurücktreten in die zweite oder gleich dritte Reihe. Willkommen Midcard.

Denkste.

Denn nun ist er wieder zurück. Als Träger des US Title.
Ein Titel, den nur einer hätte erringen dürfen. Und das auch noch am Rusev Day, seinem eigenen Feiertag: der „bulgarische Rohling“ Rusev (Lacht nicht, das habe ich erst gestern in einem Artikel der Süddeutschen so gelesen).
Und selbst wenn es nicht Rusev hätte werden dürfen, fast jeder wäre besser als Jinder Mahal. Ganz so egal sind die Titel ja nun doch noch nicht, auch wenn uns Vince McMahon das glauben machen will.

Mit Jinder Mahal als einem der Gewinner von Wrestlemania 34 erhöht sich die Anzahl der für mich nicht nachvollziehbaren Entscheidungen bei der wichtigsten Großveranstaltung des Jahres. Es ist leider nicht die einzige.

Wrestlemania 34 Rückbetrachtungen: 1. Braun Strowman trifft auf Kind

Ja, Wrestlemania 34 ist nun auch schon wieder Geschichte und wie so oft gilt: nach dem Event ist vor dem Event,

Ich bin vor allem gespannt, wie WWE nun einige lose Fäden weiterspinnen wird, aber erst einmal müssen wir über so eins, zwei Sachen reden, die dort passiert sind.

Ich beginne mal mit dem nicht mehr ganz so monströsen Braun Strowman.

Da hatte das Monster unter Menschen ein Tag Team Title Match bei Wrestlemania und findet keinen Tag Team Partner! Mir ist schon klar, dass die Kreativabteilung bei WWE diesen Rohdiamanten Strowman weiterhin als Einzelgänger pushen will, aber dann baut doch keine Tag Team Fehde auf!

Letztlich war die Lösung, ihm ein Kind aus dem Publikum (natürlich war es kein Zufall, sondern der Sohn eines WWE Ringrichters) an die Seite zu stellen höchst unerwartet und was fürs Herz – aber jedem Pro Wrestling Fan blutet das Herz, wenn sich zwei Top-Stars wie Cesaro und Sheamus so einer Bullshit Storyline fügen müssen und dann auch noch ihre RAW Tag Team Championship verlieren.

Diese einstmals so wichtigen Gürtel wurden am Tag nach Wrestlemania auch noch von den Titelträgern an den RAW General Manager, Kurt Angle, zurückgegeben – weil, ja weil ein Schulkind der 4. Klasse wie es Nicholas nun mal ist – nicht auf Reisen gehen kann.
Ein Wrestlemania Titelwechsel für einen kurzfristigen Scherz geopfert.

Wie WWE das Brock Lesnar vs Roman Reigns Match doch noch retten könnte

Wie wir alle wissen, wird Brock Lesnar bei Wrestlemania 34 seine Universal Championship an Roman Reigns verlieren, sich zur UFC und Dana White trollen und das WWE Universum mit dem süßesten Big Dog aller Zeiten glücklich werden. Oder so ähnlich.

Was die Fans wirklich davon halten, hat man beim abschließenden Segment der Going-Home-Show von RAW sehen können: Kein tosender Jubel als Roman Reigns zum Ring kam, auch kein tosender Jubel, als der Herausforderer dem Titelträger 5 (!) Superman Punches verpasste und sich dann den Gürtel schnappte.

Ja Freunde der Sonne – so sieht Begeisterung aus.

Es gibt aber meiner Meinung nach eine Möglichkeit, mit der WWE aus diesem unvermeidbaren Ergebnis noch was herausholen kann.

Zwar verschwindet Lesnar mal wieder zu UFC, aber sein kleiner menschlicher Satellit, Paul Heyman, ist ja noch verfügbar; den braucht man beim Mixed Martial Arts nicht. Und der benötigt einen neuen Paul-Heyman-Guy!
Wann hat Heyman das letzte Mal ein Babyface gemanaged? Wenn Reigns sich also unter die Fittiche vom „Advocat“ begeben sollte, könnte man gleich den längst fälligen Heelturn einleiten. Und falls Vince McMahon Angst um die Merchandise Einnahmen hat: das holt Rusev alles wieder raus. Man muss ihm nur den US-Title geben!
Allerdings wäre ein glorreicher Sieg bei WM 34 und die anschließende Kooperation mit Paul E. Dangerously wenig glaubhaft und nachvollziehbar. Besser wäre es, wenn Heyman-Hustle seinen Mandanten Lesnar hintergeht und in das Ringgeschehen eingreift, was den Ausschlag zugunsten Reigns geben würde. Lesnar kann erhobenen Hauptes abtreten (mit möglicher Comeback-Option, falls es bei UFC ohne Doping nichts wird) und Reigns/Heyman hätten die nötige Storyline im Rücken, um den Heelturn glaubhaft zu verkaufen.

Was haltet ihr davon? Ist doch allemal besser, als das was ich gelesen habe (Ronda Rousey & Paul Heyman)

Nur ein bisschen solides Booking und die Post geht ab. WWE, hört auf mich! 🙂

Ja es ist schön, Daniel Bryan wieder im Ring zu sehen

Never say never!

Damit hatte wohl keiner gerechnet und doch ist es passiert. Daniel Bryan, derzeit amtierender General Manager der WWE Show SmackDown hat bekanntgegeben, dass er ein Clearing durch die WWE Verantwortlichen erhalten hat.

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Wrestlemania 34: Warum John Cena vs. Undertaker eine lahme Nummer ist

Als bekannt wurde, dass WWE ein Wrestlemania Match zwischen John Cena und dem Undertaker plant, habe ich gedacht: Ja, als Notlösung vielleicht. Also wenn die anderen Matches auf der Card nicht so prall sind.

Jetzt hat man aber mindestens Brock Lesnar vs. Roman Reigns um die Universal Championship sowie Asuka vs. Charlotte Flair um den Frauentitel von WWE SmackDown im Programm UND trotzdem baut man das Match zwischen dem Cenation Anführer und dem Deadman auf. Wieso das?

Nicht, dass der Fan in mir das nicht interessant findet. Zwei Ikonen aus der nicht mehr ganz so goldenen Zeit des Wrestling treten gegeneinander an und man weiß: es wird aufgrund Alters der Akteure nicht mehr viele solcher Kampfpaarungen geben.

1. Da haben wir dann aber auch schon den ersten Kritikpunkt: das Alter!

In seiner Challenging-Promo bekräftigte Cena zwar, dass der Undertaker kein alter Mann sei, aber hey … in seinem Roman-Reigns-Diss (und das ist noch gar nicht so lange her) wurde der Sensenmann von Cena als hüftkranker, müder Veteran bezeichnet.
Und so ist es auch. Da können keine Instagram-Workout-Photos drüber hinwegtäuschen: der Undertaker ist im Ring nicht mehr zu Höchstleistungen fähig. Jetzt werden einige vielleicht sagen: muss er ja auch nicht. Doch! Es ist Wrestlemania und da sollten nur Matches auf die Card kommen, bei denen man sich sicher sein kann, dass die Hütte brennt. Da der Großteil der Action, die Bumps und vor allem die Matchführung von Cena kommen muss, habe ich so meine Bedenken. Cena ist ein viel besserer Worker, als er oft dargestellt wird – allerdings braucht er jemand im Ring, der diese Leistungen aus ihm herauskitzelt. Wenn er selbst das Match führen muss, steht man vor einem Problem.

2. Es gibt keinen Anlass oder Grund für dieses Match

Der Undertaker ist, soweit ich weiß, im Ruhestand und hat keine Rechnung mit John Cena offen. Weder hat der Eine dem Anderen einen Titel abgenommen, eine WM-Serie gekostet noch sonst irgendetwas angetan, was diese Begegnung erklären könnte. Das Match ist einfach da. Weil WWE noch einen Lückenfüller braucht. Hm.
Es geht auch für keinen der beteiligten Wrestler um etwas. Geld kassieren und fertig. Die Fans haben auch nicht den Eindruck, als müsste dieser Kampf zwangsmäßig stattfinden. Liebes WWE, baut doch wenigstens eine kleine Geschichte drumherum. Ändert den Kampf zu einem „Retirement-Match“ oder Loser-leaves-Town oder ein Casket-Match!

3. Es wirkt aus der Zeit gefallen.

Natürlich, die alten Säcke wie ich, die freuen sich einen Ast, die Helden ihrer Jugend gegeneinander antreten zu sehen. Aber das heutige Publikum?
Nichts gegen die Verdienste der zwei alten Recken, aber für jeden Altstar muss ein junges Talent auf seinen Wrestlemania-Moment verzichten. Wenn Taker oder Cena verlieren/gewinnen/etc. dann war es das fürs Erste. Es wird sich keine fortlaufende Fehde daraus entwickeln. Abgehakt.
Bei neuen Gesichtern könnte man anschließend ein ganzes Jahresprogramm daraus stricken und Geschichten sowie Entwicklungen vorantreiben.

4. „I retired the Undertaker“

Mit diesem Satz geht Roman Reigns seit einem Jahr hausieren, um zu beweisen, dass er wirklich „the big dog“ sei und dass sich alle in „his yard now“ befinden.
Wie sieht das aber aus, wenn der Undertaker wieder zurückkehrt? Scheißegal oder wird der Satz dann einfach angepasst?

„I semi-retired the Undertaker“

Ich bin zwiegespalten. Natürlich hüpft mein Fangirl-Herz, wenn John Cena einen Tombstone vom Undertaker verpasst bekommt. Und das bei Wrestlemania, der wichtigsten Wrestling-Veranstaltung des Jahres – aber es sprechen so viele Gründe gegen dieses Match. Undertaker gegen Sting hätte Sinn gemacht. Vor 10 Jahren. Jetzt bin ich skeptisch.

WWE Elimination Chamber 2018 – Wer hätte das gedacht?

Ich möchte hier nicht auf den gesamten PPV eingehen. Das lest ihr an anderer Stelle besser und ausführlicher aufbereitet.

Allerdings möchte ich den Leuten, die sich jetzt fassungslos über den „Sieger“ des Main Events – Roman Reigns – beschweren:

Ja, was zur Hölle habt ihr denn gedacht, wer da als der Gewinner heraus spaziert?

WWE plant doch schon seit knapp einem Jahr das Aufeinandertreffen Lesnar vs. Reigns bei Wrestlemania 2018!

So beeindruckend das Standing von Braun Strowman derzeit auch sein mag – er hatte seine Chancen gegen Brock Lesnar und das war jetzt nicht gerade das Gelbe vom Ei.
Seth Rollins würde zwar gut in die Rolle des Beast-Slayers passen, aber die Führungsetage traut seiner fragilen Gesundheit nicht (ich sage nur: Knie). Finn Balor? Nie im Leben gibt Vince McMahon dieser halben Portion und Indy-Darling den wichtigsten Gürtel seiner Promotion.

Bleibt also nur Roman Reigns – The Guy.

Also, findet euch damit ab oder lasst das mit WWE bleiben. Denn was anderes wird es zu Lebzeiten von Vinnie-Mac nicht geben.

Jeff Jarrett in der WWE Hall of Fame? Ein Witz!

Sorry, das ist ein Witz. Und zwar ein schlechter.

Jeff Jarrett wurde als letzter Neuzugang für die Klasse von 2018 der WWE Hall of Fame bestätigt und darf sich dann einem illustren Kreise von nicht so ganz großen Größen und den Größten des Wrestling-Sports angehörig fühlen.
Gut, es ist die WWE Hall of Fame – Vince McMahon kann damit tun und lassen, was er will. Aber wie bei so einigen Namen in der Vergangenheit tut sich World Wrestling Entertainment auch mit dieser Personalie keinen Gefallen. Weiterlesen

Kommt Roman Reigns um eine Strafe herum?

Bei Enzo Amore ging es ja sehr schnell. Obwohl er aktueller Titelträger bei WWE war, hat ihn die Promotion umgehend an die Luft gesetzt, als die Anzeige einer Vergewaltigung gegen ihn bekannt wurde. Dass er kurzzeitig „nur“ suspendiert war, geschenkt.

Nun wird Roman Reigns zwar keine Vergewaltigung zur Last gelegt, aber es geistern Anschuldigungen herum, die etwas mit illegalen Substanzen bzw. Medikamenten zu tun haben.

Ich denke mal, dies war auch der Grund, warum Reigns seine Intercontinental Championship an The Miz abgeben musste, als der wieder vom Filmdreh (The Marine 6) zurück war. Mal abgesehen davon, dass die IC Championship sowieso nicht der passende Titel für „den Typen“ ist, scheint das bisher alles zu sein, was WWE ihrem neuen Posterboy an Strafen aufs Auge drückt. Nach dem Enzo Amore Debakel versucht man Ruhe reinzubringen und hält den Deckel drauf. Der Verlust des IC Gürtels lässt sich auch als „jetztkannersichaufdieUniversalChampionshipkonzentrieren“ Storyline verkaufen.

Ich möchte hier mal betonen: Entweder ist er zu gerissen, um sich erwischen zu lassen oder er ist in dieser Hinsicht tadellos – jedenfalls gab es niemals solche Probleme mit John Cena. Vielleicht versteht man das jetzt besser, als John Cena 2017 zu Roman Reigns sagte:

Der Grund warum ich als Part-Timer immer noch hier bin lautet: Du machst Deinen Job nicht!