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Wrestlemania 34 Rückbetrachtungen: 2. Und schon wieder Jinder Mahal

Das mit dem indischen Markt ist für WWE und Vince McMahon sowas wie eine fixe Idee geworden. Der Heimatmarkt USA ist nur noch einer unter vielen. Wrestling oder „Sports Entertainment“ stagniert oder ist auf dem Rückzug. Nur die Wachstumsmärkte in Asien versprechen neue Einnahmequellen.

Was heisst das jetzt für den Fan von der Straße und seine Jinder-freie Zone?

Wir waren eigentlich zufrieden, als Tinder-Jinder Mahal seinen WWE Championship Title wieder abgeben musste. Ein bisschen Staub aufwirbeln, ein wenig Kopfschütteln und das war’s dann auch schon. Zurücktreten in die zweite oder gleich dritte Reihe. Willkommen Midcard.

Denkste.

Denn nun ist er wieder zurück. Als Träger des US Title.
Ein Titel, den nur einer hätte erringen dürfen. Und das auch noch am Rusev Day, seinem eigenen Feiertag: der „bulgarische Rohling“ Rusev (Lacht nicht, das habe ich erst gestern in einem Artikel der Süddeutschen so gelesen).
Und selbst wenn es nicht Rusev hätte werden dürfen, fast jeder wäre besser als Jinder Mahal. Ganz so egal sind die Titel ja nun doch noch nicht, auch wenn uns Vince McMahon das glauben machen will.

Mit Jinder Mahal als einem der Gewinner von Wrestlemania 34 erhöht sich die Anzahl der für mich nicht nachvollziehbaren Entscheidungen bei der wichtigsten Großveranstaltung des Jahres. Es ist leider nicht die einzige.

Der Abstieg des Shinsuke Nakamura

Titelkämpfe mit Beteiligung Jinder Mahals kennen immer 2 Verlierer: seinen Gegner und die Wrestling Fans.

Bei WWE HiaC 2017 wurden gewohnheitsmäßig wieder mal alle Fans des Pro Wrestling enttäuscht – von daher keine große Überraschung. Allerdings ist es der zweite Verlierer wert, dass wir über ihn kurz sprechen.

Shinsuke Nakamura.

Ich habe zwar schon bei seinem Wechsel zu SmackDown prophezeit, dass seine Rolle im Mainroster von WWE anders aussehen wird als bei NXT oder New Japan, aber mittlerweile geht es auch gar nicht mehr darum, wer Recht hat oder wie Nakamuras Rolle wirklich gedacht war: denn ein Wechsel ist jetzt nicht mehr möglich. Das unglaubliche Potential des schlaksigen Japaners wurde für einen Bodybuilder mit Wrestling als Hobby verschenkt. Gleich zweimal gegen Jinder Mahal in einem PPV Match zu verlieren bedeutet: der Junge sieht kein Land mehr.

Und für alle die sich wundern, wozu Mahal an der Spitze gehalten wird, wenn ihn doch keiner dort sehen will … ihr solltet mal darüber nachdenken, ob sich auch wirklich immer alles um euch drehen muss. Wir sind in 2017 und da muss man noch viel mehr auf seine Kröten achten als früher. Und da Indien als Wrestlingmarkt weitaus vielversprechender erscheint (zumindest für Vince McMahon) als die USA oder gar Europa, wird eben ein Talent nach dem anderen an Jinder Mahal verfüttert, bis sich in Indien genug Fans in das WWE Network eingebucht haben.

Jinder Mahals Push geht weiter – World Champion bei WWE Backlash

Falls Ihr den WWE PPV „Backlash“ verpasst habt und euch noch nicht entscheiden konntet, ob ihr den nachholen sollt: lasst es bleiben! Das einzige Ergebnis von Interesse ist WWE’s Entscheidung, den World Title an den Jobber-to-the-stars Jinder Mahal zu geben.

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