Archiv der Kategorie: Wrestlemania

Wrestlemania – the Mother of them All. Hier drunter fallen alle Artikel, die sich mit der legendären Wrestling-Großveranstaltung beschäftigen.

Wrestlemania 34 Rückbetrachtungen 5: Frauenpower?!

Was können wir zu den Vorstellungen der Damenwelt bei Wrestlemania 34 sagen?

Nun, einiges war sehr gelungen (Ronda Rousey), bei anderem bin ich skeptisch (RAW Women Champion Nia Jax) und wieder anderem könnte man etwas enttäuscht sein (Ende der Serie von Asuka).

  1. Ronda Rousey schlägt sich gut

    Das war wahrscheinlich das unterhaltsamste Match der Veranstaltung. Man merkte zwar eine Spur zu deutlich, dass 3 Protagonisten dieses Kampfes nur eine Aufgabe hatten: die Newcomerin „over zu bringen“. Das war vielleicht bis zu einem gewissen Grad nötig, was einige Botches seitens Rouseys zeigten, aber alles in allem eine Spur zu offensichtlich.
    Insgesamt hätte ich auf einen Heelturn Rouseys getippt (mit neuem Manager Paul Heyman), aber man kann nicht alles haben.
    So langsam möchte ich aber auch keinen McMahon mehr im Ring sehen.

  2. Neue Titelträgerin: Nia Jax

    Ich war mit der bisherigen Konstellation sehr zufrieden: Alexa Bliss als mehr oder weniger Chickenshit-Champion und Nia Jax als überwältigende, alles niederwalzende Macht. Das ungeschriebene Wrestlinggesetz lautet zwar: der Titel hilft eher dem schwächeren Wrestler, aber (um es mit Paul Heyman zu fragen): wohin geht man ab da?
    Nia Jax ist so etwas wie die weibliche Ausgabe eines Braun Strowman, aber ohne die unglaubliche Präsenz dieses Mannes. Und auch (leider) ohne die Leistungs- und Lernkurve des Monsters unter Menschen. Ihr Repertoire im Ring ist immer noch so limitiert wie zu ihren ersten Tagen im Main-Roster und ihre Promos haben sich nur unwesentlich verbessert. Ich bin mir nicht sicher, ob der Gürtel + Titel ihr weiterhelfen werden.

  3. „Queen“ Charlotte Flair beendet „Kaiserin“ Asukas Siegesserie

    Königin gegen Kaisern … und die Königin gewinnt. Nur um in der folgenden SmackDown Ausgabe den mühsam (und auf Asukas Kosten) verteidigten Titel an Carmella (immerhin auch royal, weil Prinzessin von Staten Island …) loszuwerden, die blitzschnell schaltete und ihren Money-in-the-Bank Vertrag einlöste.
    Nun haben wir eine entthronte Königin, eine entzauberte Kaiserin und eine kreischige Prinzessin mit Titel. Hm.

Wrestlemania 34 Rückbetrachtungen 4: Shinsuke Nakamuras Heelturn

Also erst einmal: das Match zwischen den beiden Ausnahmekönnern war gut, aber kein 5-Sterne Match, wie bei Wrestlemania zu erwarten gewesen wäre.

Dafür vollzog Shinsuke Nakamura einen zu diesem Zeitpunkt überraschenden Heelturn, indem er AJ Styles nach Matchende einen Low Blow in die phänomenalen Kronjuwelen verpasste.
Kam zwar etwas abrupt und unerwartet, aber ein Heelturn ist der beste Zug, den WWE mit seinem Japan-Star in dieser Situation machen konnte. Den Titel nicht gewonnen und Fehdentechnisch wieder auf dem absteigenden Ast. Mit diesem Turn machen weitere Styles – Nakamura Matches wieder Sinn.

Ich kann mir Nakamura als Heel sehr gut vorstellen und hoffe, dass er dadurch ein paar neue Facetten seiner Persönlichkeit zeigen kann. Auch seine zuweilen eingeschlafene In-Ring-Arbeit dürfte dadurch eine Verjüngungskur erhalten.
Auch wenn das Wrestlemania 34 Match zwischen den Beiden nichts war, was die Hütte abreisst – allein durch den Heelturn Nakamuras gibt es Hoffnung, dass dadurch SmackDown wieder lebendiger wird.

Wrestlemania 34 Rückbetrachtungen: 3 – WWE trollt Fans mit Lesnar/Reigns Ergebnis

Nicht wirklich das Match, das man sich versprochen hatte – aber vom Ergebnis her eine Wohltat. Zudem trollt WWE damit seine Fans ganz gehörig.

Ein Jeder hat damit gerechnet, dass mit Lesnars auslaufendem WWE Vertrag der Big Dog Roman Reigns der neue Posterboy der Promotion wird. Wo, wenn nicht auf der größten Bühne von allen?

Es brauchte auch tatsächlich 6 F5s der Bestie, bis der „große Hund“ blutüberströmt gepinnt werden konnte und die WWE Universal Championship bei Brock Lesnar verblieb.
(Was waren das für Zeiten, als ein Finisher noch ein Finisher war …)
Die Fans hatten da schon lange die Nase voll und quittierten das Geschehen im Ring mit „Boring, boring“ oder „this is aweful“ Rufen. Verständlich, denn für den Main Event war die Chemie dieser Paarung nicht stimmig genug. Lesnar ist nur ein Suplex Maschine und Reigns verfügt über zuwenig Ringpsychologie, um ein Match interessant zu gestalten. Dazu die Tatsache, dass nicht mal der Titel wechselte.

Jetzt sehen wir erstmal, wie der zurückgekehrte Samoa Joe in dieses ganze Storyline-Chaos reinpasst und ob Reigns beim nächsten PPV endlich zum König von WWE gekrönt wird.

Wrestlemania 34 Rückbetrachtungen: 2. Und schon wieder Jinder Mahal

Das mit dem indischen Markt ist für WWE und Vince McMahon sowas wie eine fixe Idee geworden. Der Heimatmarkt USA ist nur noch einer unter vielen. Wrestling oder „Sports Entertainment“ stagniert oder ist auf dem Rückzug. Nur die Wachstumsmärkte in Asien versprechen neue Einnahmequellen.

Was heisst das jetzt für den Fan von der Straße und seine Jinder-freie Zone?

Wir waren eigentlich zufrieden, als Tinder-Jinder Mahal seinen WWE Championship Title wieder abgeben musste. Ein bisschen Staub aufwirbeln, ein wenig Kopfschütteln und das war’s dann auch schon. Zurücktreten in die zweite oder gleich dritte Reihe. Willkommen Midcard.

Denkste.

Denn nun ist er wieder zurück. Als Träger des US Title.
Ein Titel, den nur einer hätte erringen dürfen. Und das auch noch am Rusev Day, seinem eigenen Feiertag: der „bulgarische Rohling“ Rusev (Lacht nicht, das habe ich erst gestern in einem Artikel der Süddeutschen so gelesen).
Und selbst wenn es nicht Rusev hätte werden dürfen, fast jeder wäre besser als Jinder Mahal. Ganz so egal sind die Titel ja nun doch noch nicht, auch wenn uns Vince McMahon das glauben machen will.

Mit Jinder Mahal als einem der Gewinner von Wrestlemania 34 erhöht sich die Anzahl der für mich nicht nachvollziehbaren Entscheidungen bei der wichtigsten Großveranstaltung des Jahres. Es ist leider nicht die einzige.

Wrestlemania 34 Rückbetrachtungen: 1. Braun Strowman trifft auf Kind

Ja, Wrestlemania 34 ist nun auch schon wieder Geschichte und wie so oft gilt: nach dem Event ist vor dem Event,

Ich bin vor allem gespannt, wie WWE nun einige lose Fäden weiterspinnen wird, aber erst einmal müssen wir über so eins, zwei Sachen reden, die dort passiert sind.

Ich beginne mal mit dem nicht mehr ganz so monströsen Braun Strowman.

Da hatte das Monster unter Menschen ein Tag Team Title Match bei Wrestlemania und findet keinen Tag Team Partner! Mir ist schon klar, dass die Kreativabteilung bei WWE diesen Rohdiamanten Strowman weiterhin als Einzelgänger pushen will, aber dann baut doch keine Tag Team Fehde auf!

Letztlich war die Lösung, ihm ein Kind aus dem Publikum (natürlich war es kein Zufall, sondern der Sohn eines WWE Ringrichters) an die Seite zu stellen höchst unerwartet und was fürs Herz – aber jedem Pro Wrestling Fan blutet das Herz, wenn sich zwei Top-Stars wie Cesaro und Sheamus so einer Bullshit Storyline fügen müssen und dann auch noch ihre RAW Tag Team Championship verlieren.

Diese einstmals so wichtigen Gürtel wurden am Tag nach Wrestlemania auch noch von den Titelträgern an den RAW General Manager, Kurt Angle, zurückgegeben – weil, ja weil ein Schulkind der 4. Klasse wie es Nicholas nun mal ist – nicht auf Reisen gehen kann.
Ein Wrestlemania Titelwechsel für einen kurzfristigen Scherz geopfert.

Wie WWE das Brock Lesnar vs Roman Reigns Match doch noch retten könnte

Wie wir alle wissen, wird Brock Lesnar bei Wrestlemania 34 seine Universal Championship an Roman Reigns verlieren, sich zur UFC und Dana White trollen und das WWE Universum mit dem süßesten Big Dog aller Zeiten glücklich werden. Oder so ähnlich.

Was die Fans wirklich davon halten, hat man beim abschließenden Segment der Going-Home-Show von RAW sehen können: Kein tosender Jubel als Roman Reigns zum Ring kam, auch kein tosender Jubel, als der Herausforderer dem Titelträger 5 (!) Superman Punches verpasste und sich dann den Gürtel schnappte.

Ja Freunde der Sonne – so sieht Begeisterung aus.

Es gibt aber meiner Meinung nach eine Möglichkeit, mit der WWE aus diesem unvermeidbaren Ergebnis noch was herausholen kann.

Zwar verschwindet Lesnar mal wieder zu UFC, aber sein kleiner menschlicher Satellit, Paul Heyman, ist ja noch verfügbar; den braucht man beim Mixed Martial Arts nicht. Und der benötigt einen neuen Paul-Heyman-Guy!
Wann hat Heyman das letzte Mal ein Babyface gemanaged? Wenn Reigns sich also unter die Fittiche vom „Advocat“ begeben sollte, könnte man gleich den längst fälligen Heelturn einleiten. Und falls Vince McMahon Angst um die Merchandise Einnahmen hat: das holt Rusev alles wieder raus. Man muss ihm nur den US-Title geben!
Allerdings wäre ein glorreicher Sieg bei WM 34 und die anschließende Kooperation mit Paul E. Dangerously wenig glaubhaft und nachvollziehbar. Besser wäre es, wenn Heyman-Hustle seinen Mandanten Lesnar hintergeht und in das Ringgeschehen eingreift, was den Ausschlag zugunsten Reigns geben würde. Lesnar kann erhobenen Hauptes abtreten (mit möglicher Comeback-Option, falls es bei UFC ohne Doping nichts wird) und Reigns/Heyman hätten die nötige Storyline im Rücken, um den Heelturn glaubhaft zu verkaufen.

Was haltet ihr davon? Ist doch allemal besser, als das was ich gelesen habe (Ronda Rousey & Paul Heyman)

Nur ein bisschen solides Booking und die Post geht ab. WWE, hört auf mich! 🙂

Ja es ist schön, Daniel Bryan wieder im Ring zu sehen

Never say never!

Damit hatte wohl keiner gerechnet und doch ist es passiert. Daniel Bryan, derzeit amtierender General Manager der WWE Show SmackDown hat bekanntgegeben, dass er ein Clearing durch die WWE Verantwortlichen erhalten hat.

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Wrestlemania 34: Warum John Cena vs. Undertaker eine lahme Nummer ist

Als bekannt wurde, dass WWE ein Wrestlemania Match zwischen John Cena und dem Undertaker plant, habe ich gedacht: Ja, als Notlösung vielleicht. Also wenn die anderen Matches auf der Card nicht so prall sind.

Jetzt hat man aber mindestens Brock Lesnar vs. Roman Reigns um die Universal Championship sowie Asuka vs. Charlotte Flair um den Frauentitel von WWE SmackDown im Programm UND trotzdem baut man das Match zwischen dem Cenation Anführer und dem Deadman auf. Wieso das?

Nicht, dass der Fan in mir das nicht interessant findet. Zwei Ikonen aus der nicht mehr ganz so goldenen Zeit des Wrestling treten gegeneinander an und man weiß: es wird aufgrund Alters der Akteure nicht mehr viele solcher Kampfpaarungen geben.

1. Da haben wir dann aber auch schon den ersten Kritikpunkt: das Alter!

In seiner Challenging-Promo bekräftigte Cena zwar, dass der Undertaker kein alter Mann sei, aber hey … in seinem Roman-Reigns-Diss (und das ist noch gar nicht so lange her) wurde der Sensenmann von Cena als hüftkranker, müder Veteran bezeichnet.
Und so ist es auch. Da können keine Instagram-Workout-Photos drüber hinwegtäuschen: der Undertaker ist im Ring nicht mehr zu Höchstleistungen fähig. Jetzt werden einige vielleicht sagen: muss er ja auch nicht. Doch! Es ist Wrestlemania und da sollten nur Matches auf die Card kommen, bei denen man sich sicher sein kann, dass die Hütte brennt. Da der Großteil der Action, die Bumps und vor allem die Matchführung von Cena kommen muss, habe ich so meine Bedenken. Cena ist ein viel besserer Worker, als er oft dargestellt wird – allerdings braucht er jemand im Ring, der diese Leistungen aus ihm herauskitzelt. Wenn er selbst das Match führen muss, steht man vor einem Problem.

2. Es gibt keinen Anlass oder Grund für dieses Match

Der Undertaker ist, soweit ich weiß, im Ruhestand und hat keine Rechnung mit John Cena offen. Weder hat der Eine dem Anderen einen Titel abgenommen, eine WM-Serie gekostet noch sonst irgendetwas angetan, was diese Begegnung erklären könnte. Das Match ist einfach da. Weil WWE noch einen Lückenfüller braucht. Hm.
Es geht auch für keinen der beteiligten Wrestler um etwas. Geld kassieren und fertig. Die Fans haben auch nicht den Eindruck, als müsste dieser Kampf zwangsmäßig stattfinden. Liebes WWE, baut doch wenigstens eine kleine Geschichte drumherum. Ändert den Kampf zu einem „Retirement-Match“ oder Loser-leaves-Town oder ein Casket-Match!

3. Es wirkt aus der Zeit gefallen.

Natürlich, die alten Säcke wie ich, die freuen sich einen Ast, die Helden ihrer Jugend gegeneinander antreten zu sehen. Aber das heutige Publikum?
Nichts gegen die Verdienste der zwei alten Recken, aber für jeden Altstar muss ein junges Talent auf seinen Wrestlemania-Moment verzichten. Wenn Taker oder Cena verlieren/gewinnen/etc. dann war es das fürs Erste. Es wird sich keine fortlaufende Fehde daraus entwickeln. Abgehakt.
Bei neuen Gesichtern könnte man anschließend ein ganzes Jahresprogramm daraus stricken und Geschichten sowie Entwicklungen vorantreiben.

4. „I retired the Undertaker“

Mit diesem Satz geht Roman Reigns seit einem Jahr hausieren, um zu beweisen, dass er wirklich „the big dog“ sei und dass sich alle in „his yard now“ befinden.
Wie sieht das aber aus, wenn der Undertaker wieder zurückkehrt? Scheißegal oder wird der Satz dann einfach angepasst?

„I semi-retired the Undertaker“

Ich bin zwiegespalten. Natürlich hüpft mein Fangirl-Herz, wenn John Cena einen Tombstone vom Undertaker verpasst bekommt. Und das bei Wrestlemania, der wichtigsten Wrestling-Veranstaltung des Jahres – aber es sprechen so viele Gründe gegen dieses Match. Undertaker gegen Sting hätte Sinn gemacht. Vor 10 Jahren. Jetzt bin ich skeptisch.

Warum AJ Styles vs. Shane McMahon falsch ist

Es zeichnet sich gerade ab, dass wir bei Wrestlemania 33 mit einem Match zwischen AJ Styles und Shance McMahon „beglückt“ werden. Vielleicht mag der eine oder andere Fan einen positiven Aspekt aus der Sache ziehen, aber ich finde dieses Match grundsätzlich falsch.

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